Holländisches Viertel – Gibt es nicht wichtigere Themen?

Vor 2 Wochen bin ich mit der Idee eines holländischen Viertel an die Öffentlichkeit gegangen. Sie führte zu sehr viel Interesse und positiver Resonanz. An diesem Samstag werde ich mit ein paar SPD-Mitgliedern und einigen Bürgern eigens eine Projektfahrt ins niederländische Enschede unternehmen, um mehr über Stadtplanung und holländischen Wohnungsbau zu erfahren. Ich bin schon ganz gespannt und voller Vorfreude.

Dennoch habe ich einige Stimmen vernommen, von denen es heißt: Holländisches Viertel – haben wir denn nicht dringendere Probleme? Ich sage dazu: Ja und nein.

Als Bürgermeisterin muss man aus meiner Sicht, Mut zu Gestaltungswillen beweisen. Hätte jemand vor 15-20 Jahren mal gedacht, dass wir irgendwann einmal die Schlossbrücke umsetzen würden und dass der Grünstreifen entlang der Havel eines der Top-Adressen zum Spazierengehen und Entspannen sein wird? Hätten wir vor 20 Jahren gedacht, dass die Orangerie wieder zum Leben erweckt wird und der Schlosspark einen so wunderbaren Wasserspielplatz erhält? Wie wir wissen, kam es anders und all diese Entwicklungen haben enormen Einfluss auf die Lebensqualität in unserer Stadt genommen. Das will ich auch erreichen.

Natürlich stehen wir vor sehr großen Herausforderungen – allen voran die Schaffung von (günstigem) Wohnraum und Kitaplätzen. Mit der Idee des holländischen Viertels möchte ich aber genau da ansetzen. So ein Quartier kann ein Mix aus Wohnungen für wirtschaftlich starke und schwächere Menschen – für Junge und Alte – für Alteingesessene und Neubürger sein. So ein Quartier kann Tagespflegeeinrichtungen für ältere Menschen, aber auch eine Kita oder Tagespflegestellen für Kinder enthalten. Wie wäre es zudem mit einem Generationenspielplatz?

Sie sehen: Ich habe ein Bild von Oranienburg vor Augen, das ich aber gerne gemeinsam mit Ihnen weiterzeichnen möchte. Was sind denn Ihre Vorstellungen für ein solches Quartier? Was wäre Ihnen dabei wichtig? Wo könnte es errichtet werden?

Ich plädiere dafür, nicht in Schranken zu denken und eine Vision für Oranienburg zu entwickeln – aber nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt.

Ihre Jennifer Collin

 


Bild: Presseerklärung Hollandfahrt (v.l. Marga Schlag, Jennifer Collin, Dirk Blettermann)

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